Malta: Mein Trip zur „Perle des Mittelmeers“

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6. Februar 2014 um 12:29 Uhr

Valetta auf MaltaAutor LeeDer südlichste Mitgliedsstaat der EU ist gleichzeitig der wärmste: Malta. Ich verbringe auf der felsigen und teils bizarren Mittelmeerinsel meinen Urlaub, blicke in die Tiefen des „Blue Holes“ und streife durch das charmant-nostalgische Valletta.

Regenarm und ereignisreich – herrliches Malta

Ich lande auf dem einzigen Flughafen des Landes und nehme auch mein Leihauto dort in Empfang. Der rote Jeep besitzt kein Dach und ich frage den Vermieter irritiert was ich machen soll, wenn es anfängt zu regnen. Er antwortet lapidar: „Es regnet erst wieder im Oktober!“ Hervorragend, jetzt weiß ich, dass Niederschläge in meinem Reisebericht keine Rolle spielen werden. Ich fahre zu meinem Hotel unweit der maltesischen Kapitale.

Das Meer funkelt mir verheißungsvoll entgegen und so mache ich mich nach dem Check-In gen Mellieha Beach auf. Er soll einer der angeblich schönsten Strände der Insel sein. Die Sonnenschirme stecken Reih und Glied im Sand und sind auch bitter nötig – ich kann hier keinen Millimeter Schatten erkennen. Jetzt will ich nur noch ins Wasser. Angenehm warm schaukeln mich die blauen Wellen hin und her und in mir steigt ein befreiendes Urlaubsfeeling auf.

Europas kleinste Landeshauptstadt – ein Bummel durch Valletta

Obwohl in Valletta nur gut 7000 Menschen leben fühle ich mich wie in einer Großstadt. Pferdekutschen rattern an mir vorbei, auf der Republic Street drängen sich Touristen vor einem schier endlosen Reigen an Souvenirläden und vor dem Regierungspalast parken teure, deutsche Automarken.

Abseits jenes Trubels entfaltet der Verwaltungssitz Maltas sein mittelalterliches Flair und erinnert an die bedeutende Epoche des Malteserordens. Dessen Großmeister, Jean de la Valette ist nicht nur Namensgeber der Stadt sondern auch Erbauer des Insel-Wahrzeichens: Des Großmeisterpalastes. Ich nehme an einer kleinen Hafenrundfahrt teil und bestaune das wuchtige Bauwerk von der Seeseite her. Im letzten Abendlicht spiegelt sich die Silhouette des Gebäudes im Ozean und ich bin ganz verzückt von der kitschigen Kulisse.

Insel-Hopping auf Maltesisch – unterwegs nach Gozo

Neben der Hauptinsel verfügt das Archipel über sechs weitere Eilande. Ich unternehme eine Fährfahrt nach Gozo und steure zum Parkplatz des Azure Windows an der Westküste. Das natürliche Felsentor ist 20 Meter hoch und zeugt von der stark verwitterten Karstlandschaften. Ich schlage den Weg zum Blue Hole ein und bin überwältigt. Mitten in den Felsen weitet sich ein tatsächlich tiefblau schimmerndes Loch, das unterirdisch mit dem Meer verbunden ist.

Taucher sitzen am Rand des Naturphänomens und warten darauf, den nächsten Unterwasserexkurs zu starten. Ich spaziere zur liebreizenden Chapel of St. Anne und blicke in einen dunklen Tunnel direkt an der Wasseroberfläche. Durch die Höhle klingen die Stimmen vergnügter Badegäste zu mir. Neugierig folge ich dem Pfad und erreiche das Inland Sea. Die seichte Bucht ist nur durch jenes Nadelöhr mit dem offenen Meer verbunden und lädt zum gefahrlosen Plantschen ein.

Urlaub im mediterranen Mini-Hollywood

Maltas Naturschönheiten ziehen nicht nur Touristen an. Die felsigen, vegetationslosen Landschaften fungierten schon in zahllosen Filmproduktionen als Handlungsort und daher gehört zu meinem Reisebericht auch das putzige „Popeye-Village„. Der Inselstaat rangiert für mich irgendwo zwischen realer Romantik und malerischer Fiktion.

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