Meerblick in Kampen – Mein Traumurlaub auf Sylt

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25. März 2015 um 09:15 Uhr

Kampen Strandkörbeautorin-ingrid-brecht
Die selbsternannte berühmteste Gemeinde Deutschlands lockt mich mit einem tollen Sport- und Freizeitangebot. Darüber hinaus ist der Kampen Meerblick natürlich legendär – ebenso wie die Buhne 16, das Rote Kliff und die Uwe-Düne.

Ein Spaziergang zu den Highlights

Nachdem ich mein Hotelzimmer bezogen und einen Urlaubs-Anfangs-Kaffee genossen habe, zieht es mich hinaus zum Leuchtturm Rotes Kliff. Umgeben von spärlich bewachsenen Dünen reckt er sich 13 Meter in die Höhe. Seine roten Backsteine leuchten mit der Abendsonne um die Wette und ich hocke mich in den sandigen Boden und lausche dem Meeresrauschen. Unzählige Möwen segeln an den Klippen entlang und erfüllen mit ihrem Geschrei den Himmel.

Ich blicke hinaus auf die See und entdecke Fischerboote, Segelschiffe und Surfer. So lebhaft das Getummel auf dem Wasser daherkommt, so friedlich ist es neben diesem Kampener Wahrzeichen. Ein kleiner Wegweiser bedeutet mir, dass die Vogelkoje nur drei Kilometer entfernt liegt. Nach der Autoanreise habe ich nichts gegen noch mehr Bewegung an der frischen Sylter Luft und folge deshalb dem schmalen Pfad.

Auch wenn das Naturschutzgebiet von Menschen nicht betreten werden darf, flattern quirlige Seevögel und ungelenke Reiher an mir vorüber. Zum Abschluss meiner Erkundungstour zieht es mich auf die Uwe-Düne. Mit ihren stolzen 52 Metern meint sie den höchsten Punkt der Insel und offeriert mir einen fantastischen Kampen Meerblick voller Nordsee-Romantik!

Video: Sylt – Eine Liebeserklärung in 3 Akten – Kampen und List Ellenbogen

Wo bitte geht’s zum Strand?

Kampen ist Teil des 220 Kilometer langen Sylter Nordic-Walking-Parks und bietet sportlich Versierten herrliche Möglichkeiten. So kommt es, dass ich noch vor dem Bad im Meer an ebenjenem entlanghechle. Die Etappe führt mich hinunter zum berühmten Grande Plage. Noch ist der größte Strand Kampens beinahe menschenleer. Nur einige Jogger und ein Hund samt Herrchen bevölkern den feinen Sand.

Die frische MeLeuchtturm Kampeneresbrise duftet nach Seetang und ganz viel Freiheit. Mit klappernden Stöcken marschiere ich versonnen dahin und kann mich kaum vom Anblick der wogenden Wellen und schaukelnden Bojen losreißen. Gestärkt von einem üppigen Frühstück, spaziere ich nur wenige Stunden später erneut hinunter zur Brandung. Der Strand am Roten Kliff soll einer der schönsten Deutschlands sein, so berichtet mir mein Reiseführer.

Ich miete einen Strandkorb und gebe mich dem Müßiggang hin. Baden, dösen und sich die Sonne auf den Bausch scheinen lassen tut meinen gestressten Nerven gut. Weil schön langsam die Dämmerung hinter dem Horizont heraufklettert, erfahre ich nun wie das Kliff zu seinem Namen kam. Die 30 Meter hohe Steilküste färbt sich im Schein der untergehenden Sonne tatsächlich rosa bis rötlich.

Reiseratgeber

Watt, Hobbits und Rhabarberkuchen

Die Kupferkanne in Kampen ist eine Berühmtheit unter passionierten Kaffeetrinkern. Ich spaziere durch ein stimmungsvolles Kiefernwäldchen auf das Lokal zu und fühle mich bei dessen Anblick eindeutig an eine Hobbit-Behausung erinnert. Das Dach ist mit grünem Gras bewachsenen und die auf den Kopf gestellten Baumstämme im Garten verstärken das rustikal-charmante Flair noch. Ich habe davon gelesen, dass der Rhabarberkuchen der Kupferkanne das Süßeste und Wohlschmeckendste ist, das Sylt zu bieten hat.

Also: Nichts wie rein in das urgemütliche Lokal und Kuchen sowie Espresso geordert – lecker. Als Sahnehäubchen fungiert eindeutig das fantastische Panorama des Wattenmeers. Die scheinbar endlose Schlicklandschaft liegt just in diesem Moment trocken und mäandert zwischen Trostlosigkeit und Naturspektakel. Nur wenig später beobachte ich bei einem kleinen Verdauungsspaziergang, wie die Priele sich rasch und unaufhaltsam mit Wasser füllen und das Watt zusehends in eine Lagunenlandschaft verwandeln.

Ich stehe am Ufer und bin baff ob der kraftvollen Naturgewalten. Alleine möchte ich mich nicht in diesen unwirtlichen Lebensraum wagen und so schließe ich mich einer Wattwanderung an. Der fachkundige, nordfriesisch-kantige Guide klärt uns über die Flora und Fauna dieser Naturschönheit auf.

Seelebaumeln in Kampen – ein Dorf als Energielieferant

Der Seewind frisiert die Gedanken, verbläst alles Negative und lässt mich tief durchatmen. Nach meinem herrlichen Urlaub auf Sylt fühle ich mich erholt und gestärkt für den Alltag. Jede Körperzelle scheint mit frischer Energie aufgefüllt zu sein und ich kann es kaum erwarten, gastiere ich hier das nächste Mal!

Hier weiterlesen: Zurück zur Natur – Die schönsten Sehenswürdigkeiten Sylt’s

Titelbild: ©iStock.com/phbaer
Textbild: ©iStock.com/mthaler