Work and Travel in Australien: Welche Erfahrungen habe ich gesammelt?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...
17. Mai 2016 um 15:23 Uhr

Blick auf die Sydney Opera und die Harbor BridgeAutorin LauraEin Jahr lang frei sein, neue Leute kennenlernen und eines der faszinierendsten Länder der Welt entdecken – es war schon immer ein Traum von mir, zumindest für eine Zeit lang, in Down Under zu leben. Weil ein solches Abenteuer auch finanziert sein will, habe ich mich für die Work-and-Travel-Variante entschieden.

 

 

Erster Halt: Australiens Süden

Noch vor dem Abflug las ich auf einem Onlineportal, dass der Süden des Roten Kontinents im Südhalbkugelsommer bessere Jobs zu bieten hat. Im Winter sei es umgekehrt, dann pilgern alle Touristen nach Norden. Weil ich Ende November auf dem Airport von Sydney landete, beschloss ich kurzerhand, erst einmal hier zu bleiben. Aber meine Work and Travel Australien Erfahrungen sollten nicht gleich mit dem Arbeiten beginnen. Deshalb schlenderte ich tagelang durch die größte City des Landes, surfte am weltberühmten Manly Beach und mietete mir einen Leihwagen. Mein Erspartes reichte locker für acht Wochen Nichtstun. Diese Zeit wollte ich dazu nutzen, die Great Ocean Road entlang zu reisen. Ich verließ Sydney und steuerte das Auto durch die über 2000 Meter hohe Great Dividing Range. In Allensford angekommen, fädelte ich auf die 243 Kilometer lange Panoramastraße ein.

Video: Packliste: ein halbes Jahr Australien & Neuseeland – Backpacking/ Work and Travel

Arbeiten in Melbourne – nirgendwo fällt es leichter!

Nachdem ich die Zwölf Apostel und sämtliche Viewpoints der Great Ocean Road erobert hatte, sagte mir ein Blick auf meine Kontoauszüge, dass es Zeit ist, einen Job anzunehmen.

Reiseratgeber
Übrigens: Wer Work and Travel Australien Erfahrungen sammeln möchte, muss unbedingt ein Bankkonto eröffnen. Dies gelingt problemlos und bequem via Internet.

In Melbourne gab ich meinen Mietwagen zurück, suchte die Agentur meines Reiseveranstalters auf und machte mich auf Arbeitssuche. Schon nach wenigen Tagen fand ich eine Stelle bei einem Touristen-Büro. Deutschen Urlaubern, die Stadt zeigen, mit ihnen über die Fluten des Port Philip schippern und sie abends zu den In-Lokalen im Szeneviertel Prahran geleiten – ein Traumjob!
Zwar musste ich die Stadtchronik auswendig lernen und mich drei Tage lang selbst durch die Metropole lotsen lassen, bis ich endlich wusste, wo die Must-Sees zu finden sind, dann aber stand meiner Karriere als Melbourne-City-Guide nichts mehr im Wege!

Ab in den Norden: durchs Outback zum Great Barrier Reef

Nach drei fabelhaften Monaten in Melbourne, war mein Budget aufgefüllt und die Reiselust machte sich langsam wieder breit. Ich quittierte meinen Job, holte meinen Leihwagen ab und los ging es Richtung Uluru. Die Stellenangebote im Outback sind nicht sehr üppig – die nächsten acht Wochen sollten sich meine Work and Travel Australien Erfahrungen also hauptsächlich auf den Reisepart beschränken. Während dieser Zeit mache ich Halt

  •  am wuchtigen Uluru,
  • an den Olgas,
  • in der Wüstenmetropole Alice Springs
  • und im Angesicht der Devil’s Marbles.

Danach fuhr ich hinaus zur Küste. Nach einem achttägigen Intermezzo auf einer Schaffarm in Nord-Queensland, im Zuge dessen ich mir das Geld für einen Tauchkurs verdiente, wartete nun die Hafenstadt Cairns auf mich. Dort verhalfen mir meine Melbourner Erfahrungswerte zu einem Job als Bootsbegleiter für Tauchtouristen – ich verteilte Flossen, forderte zum Eincremen auf und bespaßte die Urlauber, ein Kinderspiel!

Auf eigenen Füßen doch niemals allein

Meine anfängliche Furcht, beim Work and Travel zu vereinsamen und aufgrund des Herumreisens keine echten Kontakte zu knüpfen, erwies sich als unbegründet. Immer wieder begegnete ich Menschen, die ich schon in Melbourne, Sydney oder in Alice Springs getroffen hatte – echte Freundschaften gehören deshalb auch zu meinem australischen Erfahrungsfundus!

Titelbild: © istockphoto – africanpix