Surfurlaub in Skaven: Aktivurlaub an der dänischen Küste

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19. Februar 2014 um 16:12 Uhr

SurfurlaubAutor RobertNord- und Ostsee treffen direkt vor Skaven, der nördlichsten Stadt Dänemarks aufeinander. Für mich als passionierten Wellenreiter kommt diese geografische Besonderheit einem unwiderstehlichen Lockruf gleich und so lautet mein Motto „Nichts wie hin!“ nach Nordjütland.

 

 

Zwei Meere und der Wind – Surfurlaub in Dänemark

Die Luftströmungen über dem Skagerrak und Kattegat sind von Tiefdruckgebieten dominiert. Ich stehe am feinen und scheinbar bis zum Horizont reichenden Strand von Skaven und habe die Wahl zwischen wildem Atlantik und sanftem Binnenmeer. Für den sportlichen Prolog scheint mir Letzteres mehr geeignet. Bei einem kleinen Stadtbummel habe ich viele Gleichgesinnte getroffen, doch nun ist von der internationalen Surfszene niemand mehr zu sehen. Ich bin irritiert – sind die anderen lediglich zum Fachsimpeln und Flanieren hier?

Bäuchlings auf dem Brett entdecke ich dann doch einige Wassersportler. Der Strand rund um Grenen ist einfach zu weitläufig, als dass man sich auf die Füße treten könnte. Die kleine Bucht gehört mir für die nächsten Stunden ganz alleine. Eine Sandbank sorgt anschließend dafür, dass der Shorebreak nicht zu heftig ausfällt und ich beseelt von jener Location, wieder an den Strand gespült werde.

Nordische Kombination mal anders – Kiten, Reiten oder Fliegen

Jütlands Strände sind breit, selbst motorbetriebene Vierräder verkehren dort, denn es ist mancherorts erlaubt, die Buchten mit dem PKW zu befahren. Davon machen die Surfkollegen aus Kopenhagen gerne Gebrauch. Ich plaudere mit den Jungs und lasse mich zu einem Abenteuer überreden. Eigentlich bin ich ein klassischer Wellenreiter und habe noch nie gekitet, möchte es aber gerne einmal versuchen. Unter fachmännischer Anleitung und mit etwas weichen Knien wage ich es doch.

Der Wind steht günstig, die Wellen sind mäßig und so erlebe ich anschließend den ultimativen Nervenkitzel. Zuerst komme ich mit dem kleinen Twin-Tips-Board nur schlecht zurecht, aber dann sause ich unter Jubelschreien über das Wasser und fühle mich wie ein Seeadler – einfach unglaublich. Die Skavener Strände machen es im Surfurlaub möglich, neue Sportarten problem- und gefahrlos auszuprobieren.

Auf Entdeckungsreise – mit oder ohne Board?

Wie viele Surfurlauber in Skaven habe ich einen Traum: Ich würde gerne von der Ostsee in die Nordsee gleiten. Ich stehe am Leuchtturm und blicke hinunter auf das sandige Land’s EndGrenen„, das dieses Vorhaben verkompliziert. Je nach Wind und Strömung ändert es die Ausrichtung.

Der Sand wird vom Meer umgewälzt, aufgetürmt und an anderer Stelle abgetragen. Eine ganze Weile beobachte ich fasziniert jenes Schauspiel und entscheide dann doch, dass das Sicherheitsrisiko zu hoch ist. Ich werde die nördlichste Stelle Dänemarks zu Fuß erkunden – das Board bleibt im Hotel. Links und rechts schwappen die Wellen beider Meere auf die malerische Sandbank und der stahlblaue Himmel macht mein anderes Hobby möglich: Das Fotografieren. Die Lichtverhältnisse auf der Landzunge sind geradezu phänomenal.

Des Surfers schönstes Plätzchen

Während des Urlaubs in Dänemark probiere ich täglich einen anderen Hotspot aus. Die Auswahl rund um meine Unterkunft ist riesig und so darf ich behaupten, ein neues Lieblingsreiseziel entdeckt zu haben. Wörtlich übersetzt bedeutet der Stadtname ‚herausragen(d)“; damit lassen sich auch die Surfreviere beschreiben.

Bildquelle: Copyright Viktoria Gavrilina – shutterstock.com