Kameltrekking in der Sahara – Mein unglaubliches Wüstenerlebnis

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28. Februar 2020 um 13:28 Uhr

Kameltrekking GruppeAuf dem Rücken eines Kamels die Faszination der Wüste entdecken, ist ein Erlebnis, das auf keiner To-Do-Liste fehlen sollte. Die Schönheit der Sahara hat mich schon lange gereizt und die Zeit für eine Reise war endlich gekommen.

 

Im gemächlichen Tempo mit der Karawane ziehen

Mein Kameltrekking in der Sahara startete ganz entspannt in der eindrucksvollen Metropole Marrakesch. Nach zwei Tagen ausgiebiger Stadtbesichtigung ging es Richtung Süden in das Oued Felja, wo bereits die Nomaden warteten. Das erste Kennenlernen meines Reittiers, das mich die ganze Reise lang begleiten sollte, gestaltete sich sehr harmonisch.

Der freundliche Bulle hatte schon ein paar Jahre auf dem Buckel und betrachtete seine Aufgabe als akzeptabel. Mit ein bißchen Heu konnte ich seine Sympathien gleich für mich gewinnen.

Die gastfreundlichen Nomaden zeigten sich hilfsbereit. Das Wüstenabenteuer konnte direkt beginnen. Wir zogen im gemächlichem Tempo zum Jebel Bani. Es war gefühlt 50 Grad Celsius heiß.

Für eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit wurde stets gesorgt. Fernab der Hektik von Marrakesch genoss ich auf meinem Kamel die Stille der wunderschönen Natur.

Die bizarre Berglandschaft macht mich sprachlos. Als wir das erste Lager aufschlugen, dämmerte es bereits. Der erste Tag Kameltrekking Sahara war vollbracht.

Video: Sahara Trekking , Morocco

Die gewaltigen Sanddünen des Erg Chégaga

Die Nacht war ruhig und äußerst erholsam. Giftige Spinnen oder Skorpione sind zum Glück nicht aufgetaucht und so konnte es nach einem üppigen Frühstück auch schon wieder losgehen. Es gab Obst, Kuchen und Maisbrot sowie Tee für mich und Hafer und Wasser für meinen Kamelbullen.

Gut gestärkt stieg ich auf und der nächste Tag Kameltrekking in der Sahara konnte beginnen. Nach der Überquerung des Jebel Bani stand die Eroberung der Sanddünen des Erg Chégaga auf dem Plan. Der goldfarbene Sand prägte die surreale Landschaft.

Ich genoss den Ausblick auf das unendliche Meer aus Sand. Wir stärkten uns ausgiebig. Es gab wieder heißen Tee. Ich gewöhnte mich langsam an den Brauch und entwickelte sogar eine Vorliebe.

Auch die Kamele bekamen Futter und reichlich Flüssigkeit. Nach der ausgedehnten Pause ging es weiter durch das trockene Flussbett des Draa. Unser Tagesziel war erreicht und ich war glücklich, als ich tief in den Schlaf fiel.

Das Ende der Reise in der Oase M’hamid

Am nächsten Morgen merkte ich, dass das Kameltrekking in der Sahara seine Spuren hinterlassen hatte. Eine zusätzliche Polsterung erleichterte mir das Weiterkommen enorm.

Bereits am Mittag gelangen wir zu den mächtigen Dünen des Erg Zahar, die sich wie Sandwellen aneinanderreihen. Orientalischen Köstlichkeiten wurde während der Pause gereicht und natürlich wieder viel Tee, den ich dankend annahm.

Ich merkte, wie sehr ich den entspannten Bullen ins Herz geschlossen hatte und bedauerte den baldigen Abschied. Ich versuchte noch einmal jeden Moment aufzusaugen.

Die Kameltour endete am späten Nachmittag nahe der Oase M’hamid. Dieser wunderbare Ort war der perfekte Abschluss meiner Reise.

Beim abendlichen Fest kullerten ein paar Tränen. Als der nächste Morgen hereinbrach, ging es mit dem Auto zurück nach Marrakesch.

Reiseratgeber

Ein unvergessliches Erlebnis blieb

Auf meiner Reise zeigte sich die Wüste in all ihren Facetten. Karge Einöden, güldene Sanddünen und spektakuläre Berglandschaften dufte ich durchstreifen. Mein Kamelbulle war ein sympathischer Begleiter und die Nomaden waren überaus gastfreundlich. Eine Tour durch die Sahara auf einem Kamel kann ich jedem empfehlen, der noch halbwegs mobil ist und hohe Temperaturen aushält. Ich hatte ein unvergessliches Erlebnis beim Kameltrekking in der Sahara.

Titelbild: © iStock – Alberto Sánchez cerrato