Backpacking in Laos: Die unberührte Natur Asiens erleben

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3. April 2014 um 08:03 Uhr

Loas-frau.auf-bergariel-fernandez-autorinNoch döst Laos in einem touristischen Dornröschenschlaf und zieht fast ausschließlich abenteuerlustige Backpacker an. Ich will das Land am Mekong besser kennenlernen und besuche die alte Königsstadt Luang Prabang, bestaune einzigartige Höhlen und wage am Ende ein Bad mit den seltenen Irawadidelfinen.

Backpacking für Genießer – unterwegs in Nordlaos

Luang Prabang liegt am Zusammenfluss von Mekong und Nam Khan. Die altehrwürdige Metropole fungierte vormals als Hauptstadt und daher treffe ich auf den atemberaubenden Königlichen Palast. Heute ist hier ein Museum untergebracht und gemeinsam mit einer Schulklasse aus Vientiane warte ich auf Einlass. Die Kinder beobachten mich interessiert, sind aber scheinbar zu schüchtern, um mich anzusprechen.

Ich winke und schon bald unterhalten wir uns via Handzeichen und die Lehrerin spricht sogar ein paar Worte Englisch. Ein Junge erklärt mir mit stolzgeschwellter Brust, dass er später einmal der laotische Tourismusminister werden möchte und es dann auch Führungen auf Deutsch und Englisch gäbe.

Ich wünsche ihm viel Glück und nun geht es durch die prunkvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Herrschersitzes. Wir trauen uns kaum zu atmen, als wir den Saal mit der goldenen Buddha-Statue betreten; angeblich wurde sie zwischen dem 1. und 9. Jahrhundert auf Ceylon gegossen.

In der Welthauptstadt des Backpacking

Wenn Laos über eine Touristenhochburg verfügt, so ist es Vang Vieng. Von Luang Prabang aus fahre ich mit einem Überlandbus in die berühmt, berüchtigte Kleinstadt und klebe ununterbrochen an der Fensterscheibe. Waren es zuerst sanfte Hügel, ziehen nun bizarre Karstformationen an mir vorüber. In Vang Vieng begrüßt mich eine laute und lärmende Schar Backpacker, die scheinbar allesamt ihre gute Kinderstube vergessen haben.

Ich schlendere zwar auch durch die blinkenden und neonbeleuchteten Restaurant- und Barmeilen, enthalte mich aber dem wilden Treiben. Die engen Täler und immergrünen Regenwälder rund um die Häuserzeilen bescheren mir ein spannendes Erlebnis: Rafting! Im Tham Jang sause ich auf einem alten Reifenschlauch über das Wasser und fühle mich wie in einer Achterbahn.

Anschließend lasse ich mich von einem Tuk-Tuk zur Python Cave chauffieren. Die langgezogene Höhle wurde erst vor zwanzig Jahren entdeckt und windet sich tatsächlich wie eine Schlange durch die Bergmassive der Region.

Video: Backpacking In Laos 2012

Von Stupas und tausenden Eilanden

Nächste Station meiner Rundreise ist die Kapitale Vientiane. Dank der gut ausgebauten Nationalstraße 13 stehe ich binnen kürzester Zeit vor dem Pha That Luang, dem Nationalheiligtum der Laoten. Die vergoldete Spitze der Stupa ragt 45 Meter in den Himmel und erinnert mich an eine Bananenblüte. Wenn man sieht, wie ärmlich viele Menschen in Laos noch immer hausen, erscheint einem dieser Prunk als unverhältnismäßig – aber schön anzusehen ist das Gebäude allemal.

Am Hafen von Vientiane heuere ich auf einem Mekong-Dampfer an. Der Kapitän fährt gen Süden und ich möchte unbedingt in die Region Si Phan Don. Wörtlich übersetzt bedeutet ihr Name „Viertausend Inseln“. Ich freue mich schon auf den Anblick dieses bis zu 14 Kilometer breiten Mekong-Abschnitts und blicke versonnen auf das thailändische Ufer hinüber. Ganz gemächlich weitet sich der Strom und, ich kann mein Glück kaum fassen, direkt unter mir taucht einer der scheuen Irawadidelfine auf.

Asien in all seiner Ursprünglichkeit

Die Laoten sind überaus gastfreundlich, versuchen den wenigen Reisenden jeden Wunsch von den Augen abzulesen und sind überall eine helfende Hand. Auch ohne Sprachkenntnisse bin ich problemlos durch diesen in touristischer Hinsicht weißen Fleck auf einer abwechslungsreichen und überaus romantischen Landkarte gereist.

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Bildquelle: Suksan Kaewsanga – Shutterstock.com