Mein Mauritius Urlaub – Reisebericht

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9. Januar 2014 um 17:38 Uhr

MauritiusAutorin ElisaMauritius verfügt über einsame, feinsandige Strände. Doch bei meinem Aufenthalt im Indischen Ozean begegnen mir nicht nur Impressionen à la Robinson Crusoe. Fröhliche Sega-Klänge schallen aus allen Lokalitäten des Eilandes, anspruchsvolle Wanderwege führen mich ins Hinterland und unter Wasser schwebe ich an üppigen Korallenriffen vorbei.

Mein Flug nach Mauritius

Gestartet sind wir in Frankfurt am Main und geflogen sind wir mit der Fluglinie Emirates. Erste Informationen über unser Reiseziel und den Flug fanden wir im Internet auf der Webseite von Emirates.com. Dort hieß es beispielsweise, dass sich nur wenige Länder als echtes Inselparadies bezeichnen können. Nach unserem Urlaub können wir bestätigen: Diese Aussage stimmt voll und ganz. Der Service an Bord bei unseren Flügen war wirklich erstklassig: Komfortable Sitze, nettes Personal, leckeres Essen und auch spannende Filme im Bordprogramm. Insgesamt dauerten die Flüge etwa 11,5 Stunden, wobei der Rückflug aufgrund besserer Windbedingungen ein paar Minuten kürzer war.

Tolles Hotel, schöner Strand

Angekommen auf Mauritius erfreute uns zunächst einmal das tolle Hotel. Es war wirklich äußerst komfortabel ausgestattet und bot ebenfalls einen tollen Service. Wirklich begeistert waren wir vom Frühstücks- und vom Abendbuffet. Beide waren immer sehr abwechslungsreich und mit sehr frischen Lebensmitteln ausgestattet. Nur wenige Gehminuten entfernt befand sich bereits das azurblaue Meer mit einem sehr feinen Sandstrand. Auch eine Tauchschule gab es dort. In unserer zweiten Woche gönnten sich meine Frau und ich uns einen kleinen Schnupperkurs, bei dem wir ein paar für uns sehr exotische Meeresbewohner zu Gesicht bekamen.

Sehr schönes Hinterland

Mehrfach unternahmen wir Ausflüge in das Inselinnere. Die Insel ist sehr bergig. Der höchste Gipfel trägt den Namen Piton de la Petite Rivière Noir und hat eine Höhe von 828 Metern. Rund um diesen Berg unternahmen wir zwei herrliche Wanderungen. Ansonsten ist die Insel zu weiten Teilen von tropischen Wäldern überzogen. Insbesondere die vielen Geckos, die wir an vielen Stellen der Insel immer wieder antrafen, übten eine kleine Faszination auf uns aus. Auch ein Ausflug in die Landeshauptstadt Port Louis hat sich gelohnt. Besonders beeindruckt hat mich das für aus Indien stammende Einwanderungslager Aapravasi Ghat, das zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Natürlich haben wir uns auch das Blue Penny Museum angesehen, wo wir uns eine der wenigen Blauen Mauritius, die teuersten Briefmarken der Welt, angeschaut haben.

Der balancierende Berg über üppigen Gärten

Damit breche ich nun zu einer Inselrundfahrt auf. Schon nach wenigen Minuten fällt ein bizarres Bergpanorama auf. Nördlich von Port Louis besuche ich den idyllischen Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden und erkundige mich nach dessen Besichtigung, wie man diesen seltsamen Felsen nennt. Die 820 Meter hohe Erhebung trägt, wie ich erfahre den Namen Pieter Both und besitzt annähernd menschliche Züge. Auf der Spitze eines Felsens scheint ein runder Gesteinsbrocken mehr zu schweben, denn zu thronen. Es geht die Mär, dass es solange die Felskugel auf dem Berg liegt, Mauritius an nichts mangeln wird. Von einem Gipfelsturm wird mir dringend abgeraten. Die Bergflanken seien steil und glitschig und nur für wahre Alpinisten geeignet. Die schönste Aussicht auf den Pieter Both erlebe ich anschließend bei einem Bummel durch das schmucke Dörfchen Pamplemousses.

Sieben Farben und ein Wasserfall

Mehr als einen Tagesausflug ist mir der Besuch in der Gemeinde Chamarel wert. Gleich hinter den Häusern entdecke ich einen der ungewöhnlichsten Orte des Globus: Die Siebenfarbige Erde. Vom Blick auf die

Cascade-Chamarel-Wasserfall

erkaltete Lava und ihrem bezaubernden Farbenspiel kann ich mich lange nicht loseisen. Tatsächlich darf ich ganz deutlich sieben unterschiedliche Schattierungen ausmachen und bin fasziniert. Durch den dichten Regenwald folge ich einem schmalen Pfad. Schon nach wenigen Metern vernehme ich das Rauschen der Cascade Chamarel. Der 100 Meter hohe Wasserfall stürzt sich über die überhängende Felsklippe und sammelt sich in einem natürlichen Pool. Wie viele Besucher lasse ich meine Füße im Wasser baumeln und beobachte, wie waghalsige Kletterer die Wände emporsteigen. Die Landschaft wirkt so verwunschen und ursprünglich, dass mir eine Rückkehr in die Zivilisation schier unmöglich erscheint. Nur ungern erhebe ich mich von dem Stein am Ufer und drehe auf dem Rückweg immer wieder den Kopf gen Wasserfall.

Tauchen, schnorcheln, baden – Mauritius Traumstrände

Glasklares Wasser, schneeweiße Strände und die Farbenpracht der Korallen von Le Morne Brabant locken mich zu einem ausgedehnten Tauchgang. In der seichten Lagune unterhalb des Berges beobachte ich seltene Wasserschnecken und Muscheln. Für einen kurzen Moment lässt sich sogar eine Riesenmuräne blicken. Die gewaltigen Tiere fühlen sich rund um das Eiland extrem wohl und rufen in mir eine Mischung aus Faszination und gehörigem Respekt hervor. Kaum ein Strand im Indischen Ozean ist derart romantisch, wie jener von Mont Choisy. Schon bei der Anfahrt verzaubern mich die feuerroten Wälder der Flamboyants. Die Bucht selbst ist endlos lang, flach abfallend und wird von kleinen Kneipen und Bars gesäumt. Gegen Abend führt eine Sega-Band die traditionelle Inselmusik vor. Ich höre ein wenig Polka, viel Reggae und noch mehr Jazz heraus und schaue den buntgekleideten Tänzern stundenlang zu.

Ein Paradies für Träumer

So klein die Insel Mauritius flächenmäßig auch ist, so vielfältig sind ihre Menschen und Landschaften. An jeder Ecke entdecke ich Unvergleichliches, dass all meine verklärten Vorstellungen eines exotischen Garten Edens bedient. Wer auf Mauritius nicht ins Schwärmen kommt, der muss den Sinn für Schönheit erst entwickeln.

Foto: © Unclesam – Fotolia.com

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