Mein Wanderurlaub auf Mallorca

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5. Oktober 2016 um 10:23 Uhr

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Spaniens größte Insel ist nicht nur ein Eldorado für Strandliebhaber, sondern auch ein wahres Wanderparadies. Ich verbringe zwei herrliche Wochen auf Mallorca, erklimme dabei Berge, durchstreife Schluchten und genieße fantastische Ausblicke aufs Meer.

 
 

Durch die Torrent de Pareis

Die Torrent de Pareis markiert die zweitlängste Schlucht des Mittelmeeres und verlangt eine der schweißtreibendsten, mallorquinischen Wanderungen. Ich fahre in das winzige Gebirgsdorf Escorca und breche nach einer kleinen Stärkung im gleichnamigen Restaurant auf.

Es hat seit Wochen nicht mehr geregnet und so sind die Wege staubtrocken. Ich bin froh – denn hätte es Niederschläge gegeben, wäre diese Wanderung zu gefährlich. Akute (Aus-)Rutschgefahr sozusagen! Gut vier Stunden durchstreife ich diesen menschenleeren, entrückten Canyon.

Die Felswände ragen steil und uneinnehmbar über mir auf und immer wieder öffnen sich Höhleneingänge. Sogar einige verwilderte Hausziegen kann ich entdecken. Die Tiere fühlen sich in diesem Terrain in ihrem Element.

Elegant huschen sie über die Spalten und Abhänge, sodass ich fast vor Neid erblasse. Unten angekommen, tut sich vor meinen Augen eine zauberhafte, kleine Bucht auf. Bevor mich das georderte Taxiboot abholt, entledige ich mich meiner Wanderklamotten und nehme ein erfrischendes Bad – herrlich!

Video: Mallorca – Wandern – 5 Wandervorschläge im Nordwesten

Ab auf Mallorcas Pyramide: der Puig de l’Ofre

Der Puig de l’Ofre gehört mit seinen 1093 Metern zu den zehn höchsten Bergen der Insel. Neben ihm reizen mich auch die Gipfel:

  • Puig de Massanella
  • Puig de sa Rateta
  • Puig Tomir
  • Puig de Galatzó
    Warum ich mich trotz der vielen Optionen für den Puig de l’Ofre entscheide, liegt an dessen interessanter Form. Wie eine Felspyramide, bewachsen von sattgrünen Hartlaubgewächsen, schraubt er sich in den blitzblauen Himmel und sieht einfach nur atemberaubend aus!

Ich starte meine Wanderung am Parkplatz nahe des Cúber-Stausees. Mit jedem gewonnenen Höhenmeter wird das Panorama des kobaltfarbenen Gewässers imposanter. Vor lauter Begeisterung über diese tolle Aussicht, komme ich immer wieder aus dem Tritt und schnaufe mehr als ich möchte.

Deshalb lege ich nach gut eineinhalb Stunden auf dem Vorgipfel Coll de l’Ofre eine kleine Rast ein. Weitere 30 Minuten später habe ich mein Tagesziel, die Pyramide erreicht.

Hinfahren kann jeder: das Cap Formentor

Der nördlichste Punkt Mallorcas zieht Urlauber wie magisch an. Auch ich kann mich dieser Faszination nicht erwehren. Deshalb folge ich der beliebten Ausflugsstraße. Aber nur bis zum Mini-Parkplatz auf dem Pla de sa Punta d’en Tomàs. Ich quetsche meinen PKW noch zu den beiden, bereits hier abgestellten Wanderer-Autos und spurte los.

Tief unten brechen sich die heute stürmischen Wogen des Mittelmeeres geräuschvoll an den Felsen. Über einen von großen Steinen durchsetzten Grashang gelange ich auf den „Pfad des Leuchtturmwärters“.

Das Cap Formentor war für den diensthabenden Aufseher aufgrund des Wellengangs und der steilen Küste nicht per Boot zu erreichen. So musste dieser gemauerte Weg angelegt werden. Obwohl nur noch teilweise erhalten, geleitet mich der ehemalige „Arbeitszubringer“ der Wärter innerhalb von zwei Stunden hinaus zum fotogenen Leuchtturm. Wer es mir nachmachen möchte, braucht gutes Schuhwerk und sollte schwindelfrei sein – ansonsten ist die Tour ein landschaftlicher Leckerbissen!

Reiseratgeber

Wanderkompatibel und voller Kleinode: Mallorca

Das spanische Eiland einzig als Badeparadies anzusehen, wird der abwechslungsreichen Landschaft gar nicht gerecht. Ich habe während meines Aufenthalts dergestalt viele Pfade schon aus rein zeitlichen Gründen links liegen lassen müssen, dass ich unbedingt noch einmal hierher kommen muss! Es gibt noch so einiges zu entdecken!

Titelbild: © istock.com –  max-kegfire