Nordlichter in Kanada – Meine Reise in das entlegene Yellowknife

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25. Juli 2019 um 10:14 Uhr
Sabrina L.

Nordlichter in YellowknifeAm Nordufer vom Großen Sklavensee erstreckt sich Yellowknife im hohen Norden Kanadas. Die Hauptstadt von Nordwest-Territorien erlebte ich als Hotspot für Polarlichter. Den besten Aussichtsplatz auf das außergewöhnliche Ereignis fand ich in Aurora Village.

Der perfekte Ort für ein großartiges Erlebnis

Treffen Erdmagnetfeld und Sonnenwinde aufeinander, sind Nordlichter in Kanada zu beobachten. Ihre beeindruckende Farbgebung reicht von Grün bis Rot. In der Fachsprache heißt die magische Himmelserscheinung Aurora Borealis.

Der Traum, die mystischen Lichter bei minus 30 Grad Celsius am Nachthimmel zu sehen, ging für mich im kanadischen Aurora Village in Erfüllung. 20 Kilometer vom Städtchen Yellowknife entfernt, treten dort Polarlichter an 240 Tagen im Jahr auf. Grund dafür ist die einzigartige Lage des Dorfes unter dem sogenannten Aurora Oval.

Über dem magnetischen Pol bilden sich die meisten Nordlichter in Kanada. Obwohl die Sichtung der tanzenden Lichterscheinungen nahe Yellowknife im Vergleich zu anderen Orten überdurchschnittlich hoch ist, musste ich geduldig auf das grandiose Naturschauspiel warten.

Doch in Aurora Village ist für Gäste an alles gedacht. Beheizbare Sitze mit Drehfunktion sorgen für den optimalen Panoramablick unter freiem Himmel.

Wo das winterliche Abenteuer beginnt

Im Polarlichtdorf erinnern gemütliche Tipies an die Zelte nordamerikanischer Ureinwohner.

Innen sitzend konnte ich in wohliger Wärme heißen Tee trinken. Um vor eisiger Kälte besser geschützt zu sein, lieh ich mir gegen Aufpreis einen Schneeanzug aus. Auch ein dreigängiges Dinner hatte ich bei der Anmeldung vorab gebucht. So kam ich in den Genuss von Bisonfleisch.

Die heimische Delikatesse erschien mir geschmacklich aromatischer als Rindfleisch und war ihre Probe wert. Andere Gäste, die gekommen waren, um Nordlichter in Kanada zu sichten, nahmen an einer geführten Hundeschlittentour oder Schneeschuhwanderung teil.

Die Nacht im Dorf kostete 126 Dollar. Extras wie Dinner und Ausflug wurden gesondert verrechnet. Der Shuttletransfer vom Hotel in Yellowknife war inklusive. Leider gab es keinen Direktflug ab Deutschland. So nutzte ich einen Zwischenstopp in Vancouver, um die Kulturmetropole hautnah zu erleben. Von dort betrug die Flugzeit nach Yellowknife zweieinhalb Stunden. Es gibt täglich eine Verbindung.

Video: Die 3 besten Orte um Nordlichter zu entdecken

Unterwegs in subarktischer Wildnis

Selbst bei eisigen Temperaturen in Nähe zum Nordpol kam keine Langeweile auf. Jährlich im Dezember eröffnet eine Ice Road über die zugefrorene Yellowknife Bay.

Bei erlaubten 40 km/h überquerte ich im gemieteten Jeep die 25 Meter breite Eisstraße nach Dettah, dem Wohnort der Dene-Indiander.

Anderntags hatte ich das Glück, in der Old Town von Yellowknife nochmals die Nordlichter in Kanada zu bewundern. Wo einst Blockhütten von Pelzhändlern, Goldsuchern und Diamantenschürfern standen, kannte meine Begeisterung keine Grenzen.

Unterhalb des Buschpilotendenkmals traf ich im Dancing Moose Café auf Nadine aus Deutschland. Sie reiste mit dem Work & Travel Visum durch Kanada. In Yellowknife fand sie schnell einen Job als Kellnerin.

Von ihr erhielt ich den Tipp zu einem Rundflug im historischen Rosinenbomber über den Großen Sklavensee. In den kommenden Tagen meiner zweiwöchigen Reise blieb mir noch genügend Zeit für einen Besuch im

  • Prince of Wales Nothern Heritage Center
  • Down to Earth Gallery
  • Somba K’e Park.

Reiseratgeber

Inmitten karger Landschaft und rauher Wirklichkeit

Nordlichter in Kanada sind eine unvergessliche Erfahrung. Yellowknife ist der ideale Ort, um das spektakuläre Naturphänomen in unberührter Wildnis zu erleben. Von Mitte November bis Anfang April ziehen die Lichterscheinungen Besucher aus aller Welt an. Die beste Zeit zur Beobachtung beginnt um Mitternacht.

Titelbild: © iStock – HeatherECampbell