Erfahrungsbericht: Das Sheraton Los Angeles Downtown Hotel

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16. April 2014 um 08:01 Uhr

Los AngelesAutor LeeLos Angeles ist eine hässlich schöne Stadt, die mich immer wieder wie magisch anzieht. Diesmal steige ich im Sheraton Los Angeles Downtown Hotel ab und fühle mich mitten im Geschehen!

 

Zwischen Licht und Schatten

Nachdem ich eingecheckt habe, mache ich etwas was den Amerikanern völlig fremd ist: Ich gehe spazieren. Nur fünf Minuten vom Hotel entfernt steht das Staples Center. Die riesige Mehrzweckarena ist an diesem Abend hellerleuchtet, denn im Inneren findet gerade ein Spiel der L. A. Lakers statt. Immer wieder brandet lauter Jubel auf, die Lakers stehen wohl kurz vor einem Sieg.

Ich fotografiere das Rund von allen Seiten. 2009 wurde im Inneren die Trauerfeier für Michael Jackson abgehalten und viele Fans pilgern noch immer hierher. Ich gehe zurück ins Hotelzimmer, die Wolkenkratzer der Innenstadt recken sich in den Himmel und Millionen Lichter funkeln zu mir herauf.

Das einmalige Panorama des Hotels verdient es, in meinem Erfahrungsbericht an erster Stelle erwähnt zu werden. Drüben im Staples scheint das Spiel vorbei zu sein und ich bin live dabei, als der Hausmeister den Lichtschalter umlegt: Die Arena wird urplötzlich von der Dunkelheit verschluckt!

Gediegenes Ambiente und feine Strände – ein Erfahrungsbericht

Das Sheraton Los Angeles Downtown Hotel vereint viele Attribute auf sich. Es ist familiär, denn ich sehe Eltern mit ihren Kindern durch die Lobby stobern und treffe dennoch auf geschäftige Business-Menschen. Reisende erkundigen sich an der Rezeption nach den touristischen Hotspots und der Konferenzraum spuckt über einhundert debattierende Meeting-Teilnehmer aus.

Jeder scheint sich wohlzufühlen, mich eingeschlossen. Ich nehme beim Abendessen im schicken Hotelrestaurant Platz und bestelle ein leckeres Filet Mignon. Gestärkt und in Plauderlaune steuere ich die Lobbybar an. Auf den Barhockern neben mir streitet sich ein deutsches Pärchen über den morgigen Ausflug. Sie möchte auf den Rodeo Drive, er lieber in die Universal Studios. Meine Margarita bestelle ich vorsichtshalber in Englisch und hoffe, sie fragen nicht nach meiner Meinung zu ihrem Sightseeing-Problem!

Ich beschließe den Streithähnen lieber aus dem Weg zu gehen und an den Venice Beach zu fahren. Mit Rollerblades bereift, rausche ich über den Boardwalk. Gestählte Bodybuilder trainieren dort unter freiem Himmel und können vor Testosteronüberschuss kaum noch laufen!

Schmuck und der neueste Schick

Eigentlich bin ich eher ein Modemuffel. Da das Sheraton Los Angeles Downtown Hotel aber nur einen Steinwurf vom sogenannten Jewelry und Fashion District entfernt liegt, laufe ich dennoch hin und zeige mich tiefbeeindruckt. Weniger von den sündhaftteuren Colliers und hippen hochpreisigen Klamotten, aber die Szenen, die es hier zu beobachten gibt sind besser als jede Daily Soap.

Schicke Dämchen mit kleinen Hunden in den Handtaschen stöckeln von einem schwerbepackten Chauffeur begleitet von Boutique zu Boutique und scheinen kein Kreditkartenlimit zu kennen. Touristen aus aller Welt stehen staunend vor den Schaufenstern und verfallen in „Ah“- und „Oh“-Rufe wegen der schier unglaublichen Preisschildchen. Gleich neben den Nobelkarossen der Reichen und Schönen durchwühlen Obdachlose die Mülleimer und an der Ecke spielt ein alter Mann auf seiner Geige. Die Zerrissenheit dieser Millionenstadt wird kaum irgendwo deutlicher!

Die Stadt der (überforderten) Engel

Los Angeles ist eine Herausforderung für jeden, der hier lebt oder Urlaub macht. Das tägliche Verkehrschaos und die Schönheit der Strände, der Reichtum der Hollywood-Stars und der erbärmliche Anblick der Straßenbewohner – alles fügt sich perfekt zusammen und kreiert das ergreifende Antlitz dieser so herausgeputzten wie schmutzigen Megacity!

Bildquelle: Copyright IM_photo – shutterstock.com

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