Medellín Reise – Meine Erfahrungen mit der Stadt des ewigen Frühlings

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26. Juni 2019 um 13:57 Uhr

Autor SebastianGuatape Panorama

Medellín gilt als innovative und in vielerlei Hinsicht lebenswerte Stadt. Ihre Einwohner und zahlreichen Besucher genießen ganzjährig sommerliche Temperaturen, und wem es unter der kolumbianischen Sonne doch einmal zu warm sein sollte, findet in einer der vielen Parkanlagen oder musealen Einrichtungen Abkühlung.

Klima-verliebt Kolumbiens zweitgrößte Metropole entdecken

‚Das Risiko ist, dass du bleiben möchtest‘, der Slogan, mit dem Kolumbien für sich wirbt, begegnete mir schon vor meiner Medellín Reise vielerorts auf Bannern und Plakaten.

Zweifellos ein wahrer Spruch, schon allein des angenehmen Klimas wegen, welches mich bei meiner Ankunft in der zweitgrößten Stadt des Landes in Empfang nimmt.

Ihre Lage im Aburrá-Tal lässt das Quecksilber selten über die 30 Grad-Marke steigen, und auch Tage, an denen es unter 15 Grad sinkt, sind rar.

Kein Wunder also, dass ich mich in das auch Stadt des ewigen Frühlings genannte Medellín bereits verliebe, ohne in die Heimat seiner über 2,5 Millionen Einwohner eingetaucht zu sein.

Wie sicherlich auch viele von ihnen verschlägt es mich bei den sommerlichen Temperaturen in ein Lokal der kolumbianischen Fast-Food-Kette Crepes & Waffles.

Es dauert eine Weile, bis ich mich angesichts eines umfangreichen Angebots an herzhaft und süß gefüllten Speisen entscheide.

Hier isst definitiv auch das Auge mit, denke ich mir beim Verzehr eines köstlichen Desserts, und starte gut gestärkt in das Abenteuer Medellín.

Video: Städtetrip: Medellín, Kolumbien | DW Deutsch

Keine Langeweile für Freunde von Kunst und Kultur

Bekannt für ihre üppig geformten Figuren, die der internationalen Ruhm genießende kolumbianische Künstler Pablo Botero seiner Heimatstadt einst schenkte, suche ich bei meiner Medellín Reise die Plaza Botero auf und bestaune 23 menschliche und tierische Skulpturen voluminöser Körper. Eingerahmt wird der sehr schön angelegte Platz mit Baumbestand durch das Museo de Antioquia.

Den Besuch des 1881 gegründeten Museums empfehle ich jedem, der sich für die Natur- und Kulturgeschichte der im nordwestlichen Kolumbien gelegenen Region Antioquia, dessen Hauptstadt Medellín ist, interessiert.

Wer sich für moderne Kunst begeistert, ist mit dem Besuch des kleinen aber feinen, klimatisierten Museo de Arte Moderno de Medellín gut beraten. Über 1.300 Werke zeitgenössischer Künstler wie z.B. der expressionistischen Malerin Débora Arango ziehen hier die Aufmerksamkeit auf sich.

Unweit befindet sich der Parque Ciudad Del Río, der insbesondere von Familien und Freizeitsportlern gern frequentiert wird. Die saubere Metro ermöglicht es mir, sämtliche Sehenswürdigkeiten der Stadt schnell zu erreichen. Eine Art des Nahverkehr-Reisens, die in Kolumbien einzigartig ist.

Mit dem Metrocable die Hügel hinauf

Davon, dass Medellín dynamisch ist, überzeuge ich mich bei einer Gondel-Fahrt mit dem sogenannten Metrocable, einer Seilbahn, welche die in den umgebenden Hängen liegenden Armensiedlungen mit dem öffentlichen Nahverkehr im Tal verbindet.

Alternativ könnte ich auch Rolltreppen nutzen, die zu den blechgedeckten Häusern sowie zur Biblioteca España führen. Letztere wurde 2007 von Spaniens König Juan Carlos als Bildungs- und Zukunftsstätte der lokalen Bevölkerung eröffnet und präsentiert sich mir in Form dreier riesiger schwarzer Würfel.

Diese und das beeindruckende Transportsystem bescherten Medellín 2013 den Titel ‚innovativste Stadt der Welt‘. Eine Entscheidung, die ich angesichts der lokalen Verhältnisse während meiner Medellín Reise gut nachvollziehen kann.

Reiseratgeber

Medellín – Auf jeden Fall eine Reise wert

Angesichts eines milden und damit sehr angenehmen Klimas, gastfreundlichen sowie hilfsbereiten Einwohnern, und einer Vielzahl von sehenswerten Einrichtungen bleibt mir meine Medellín Reise mit Sicherheit für viele Jahre unvergesslich.

Titelbild: © iStock – R.M. Nunes