Traumurlaub auf Mauritius – Mehr als nur Sonne, Strand & Meer

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17. Juni 2015 um 08:00 Uhr

MauritiusAdam_©iStock.com_NADOFOTOSZwischen den Kontinenten und damit erfüllt von prallem Leben – Mauritius präsentiert sich mir während meines Aufenthalts als Wunderwerk der Natur, sprichwörtlich gewürzt mit afrikanischen, arabischen und asiatischen Einflüsse. Der Inselstaat scheint sämtliche positive Aspekte, die der blaue Planet zu bieten hat auf sich zu vereinen.

 

Gastfreundschaft und fehlende Verkehrsschilder

Auf Mauritius herrscht Linksverkehr. Darum bin ich auch etwas nervös als der Verleiher mir die Schlüssel meines fahrbaren Untersatzes übergibt und mir „Good Luck“ wünscht. Das kann ich wohl gebrauchen! Doch schon nach wenigen Kilometern sind meine Ängste wie weggewischt – die Einheimischen sind rücksichtsvoll und erkennen an meinem defensiven Fahrstil, dass ich lieber Staune anstatt Rase. Weil Beschilderungen Mangelware sind, halte ich an einer Tankstelle mitten im immergrünen Nirgendwo und frage den netten Besitzer nach dem Weg gen Chamarel.

Laut Wegbeschreibung müsste ich bei einem gelben, kleinen Tempel gen Südwesten abbiegen. Das Problem ist nur: Hier gibt es gut fünfzig Bauwerke, auf die diese Beschreibung zutrifft. Geduldig und höflich beantwortet er meine Fragen und das obwohl ich nicht mal den Zapfhahn betätigt habe. Alsbald durchfahre ich endlose Zuckerrohrplantagen, pittoreske Dörfer und erhasche immer wieder phantastische Panoramen auf die See.

Video: Über den Inseln Afrikas – Mauritius

Siebenfarbige Erde und ein Wasserfall

Das Eiland abseits der Touristenrouten auf eigene Faust zu erkunden hat mich vergessen lassen, dass ich nicht der einzige Gast inmitten dieser herrlichen Landschaften bin. Auf dem Parkplatz im kleinen Dörfchen Chamarel angekommen, überfordern mich die vielen Ausflugsbusse und die noch größere Anzahl der mit Flip-Flops bereiften Touristen. Doch lohnt es sich trotz allgegenwärtigem Rummel während eines Urlaub Mauritius die Siebenfarbige Erde zu bestaunen. Das Betreten des in den verschiedensten Nuancen schimmernden Gesteins ist selbstverständlich verboten.

So stehe ich mit gezücktem Fotoapparat an einer Balustrade und hoffe darauf, dass der sich permanent verändernde Sonnenstand die volle Schönheit des Naturwunders zur Geltung bringt. Ich habe Glück: Immer wieder verschwindet der Fixstern hinter einer Schönwetterwolke und lässt jedes Mal ein anderes farbenprächtiges Bild entstehen. Die heiße Luft flirrt über den Lavafeldern und ich freue mich darauf das zweite Highlight Chamarels, den wunderhübschen Wasserfall kennenlernen zu dürfen.

Mauritius‘ quirlige Kapitale, einzigartige Musik und ein gefürchteter Berg

Insel AfrikasNächstes Ziel meiner Reise quer über die Insel ist Port Louis. Bevor ich das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Mauritius‘ erreiche, komme ich am erloschenen Vulkan Le Morne vorbei. Tausende Ureinwohner sollen sich hierher vor den weißen Eroberern geflüchtet haben und seien dann allesamt in den Krater gefallen. Noch immer meiden die Insulaner diesen schaurigen Ort und setzen nur ungerne einen Fuß auf die steilen Abhänge. Von der Zitadelle Port Louis‘ aus inhaliere ich einen atemberaubenden Rundblick über die Häuserzeilen.

Unten am kleinen Hafen herrscht reges Treiben. Fliegende Händler ziehen vorüber, eine Menschentraube steht laut schwatzend am Kai und Fischerboote schaukeln sanft im Wind. Als es dunkel wird, ziehen bunt gekleidete Tänzer auf den zentralen Marktplatz. Sega, eine Mixtur aus jamaikanischen, afrikanischen und europäischen Klängen hallt durch die Gassen und ich versuche gemeinsam mit anderen Zuschauern, zunächst unbeholfen, dann immer enthusiastischer die Tanzschritte nachzuahmen.

Das Paradies auf Erden – nicht nur für Badeurlauber

Wer in den Indischen Ozean reist und sich nur auf der Sonnenliege räkeln möchte, tut dem Eiland und seinen einzigartigen Sehenswürdigkeiten unrecht. Dennoch möchte ich Strandschönheiten wie den Flic Flac Beach nicht unerwähnt lassen. Er gehört ebenso zum Gesamtkunstwerk „Mauritius“ wie alle anderen touristischen Leckerbissen!

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Bildquelle: ©iStock.com/louietjie, ©iStock.com/Robert Mandel

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