Flugverspätung und Hotel nicht wie gebucht – wie ich meinen Urlaub doch noch retten konnte

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22. Mai 2018 um 09:57 Uhr

Flugstatus Anzeige Delayed
Autor Sebastian
Was eigentlich die schönste Zeit im Jahr sein sollte, begann als echter Horrortrip. Ein um viele Stunden verspätetes Flugzeug und ein Hotel, das so gar nicht wie auf den Fotos im Internet aussah. Konnte aus dieser Situation für mich doch noch ein erholsamer Urlaub entstehen?

Ab in den Urlaub – oder doch nicht?

Mit voll gepackten Koffern ging es Samstag früh los zum Frankfurter Flughafen. Von hier aus sollte mein Ferienflieger an die Traumstrände von Teneriffa starten. Nachdem der Check-In und das Gang durch die Sicherheitskontrolle problemlos und schnell von Statten ging, erwartete mich am Gate angekommen die Information über eine Verspätung. 45 Minuten später als geplant sollte die Maschine nun abheben. Schon voll und ganz auf Urlaub eingestellt konnte mir diese kurze Verzögerung nicht die Laune verderben und so nutzte ich die Zeit für ein Frühstück. Doch aus der knappen Stunden Verspätung wurden schon bald zwei, dann drei. Immer wieder war das durchaus freundliche Personal dabei, uns um Verständnis zu bitten. Meine Stimmung sank mit jeder Minute, die verstrich. Ein Ehepaar neben mir begann über Fluggastrechte zu sprechen. Eine Unterhaltung, der ich mich sofort interessiert anschloss.

Denn ab drei Stunden Verspätung haben Passagiere innerhalb der EU Anrecht auf eine Entschädigung. Auf Nachfrage beim Bodenpersonal bestätigten sie mir schriftlich Grund und Zeitdauer der Verspätung. Eine Sicherheit für mich, um später auch wirklich zu meinem Recht zu kommen.

Mit fast vier Stunden Verspätung hob die Maschine endlich Richtung Teneriffa abheben. Endlich Urlaub! Noch wusste ich nicht, dass ich mich zu früh gefreut habe.

Video: Entschädigung bei Flugverspätung | Servicezeit | WDR

Ankunft in der Bruchbude statt dem Luxushotel

Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und Palmen – mein erster Eindruck von Teneriffa war wie aus dem Bilderbuch. So gar nicht wie auf den malerischen Bildern präsentierte sich leider mein Hotel. Schon von außen etwas heruntergekommen, entsprach auch mein Zimmer ganz und gar nicht den versprochenen 4 Sternen. Abgenutzte Möbelstücke, Schimmel im Bad und ein generelle schmuddeliger Eindruck anstatt dem modernen Komfort-Zimmer, das der Reisekatalog versprach. Lärmende Bauarbeiten am anderen Ende des Hotels ließen meine Stimmung endgültig gegen Null gehen. Hier wollte ich auf keinen Fall zwei Wochen bleiben. Da meine Buchung über eine Reiseagentur erfolgt, kontaktiere ich den Reiseleiter vor Ort sofort telefonisch. Er versprach mir, sie um eine Verbesserung zu kümmern. Ich dokumentierte sicherheitshalber alle Mängel als Fotos auf meinem Handy. Der Reiseleiter kam prompt im Hotel vorbei und bat mir nach Sichtung der Lage ein anderes Hotel oder eine Minderung des Preises an. Eines von beidem steht jedem Gast rechtlich zu. Für mich kam in meiner Situation nur ersteres in Frage. Schon am selben Abend wurde ich mit einem Shuttlebus zu einem anderen 4-Sterne-Hotel gebracht. Und diese Mal verdiente das Haus auch seine Kategorie. So konnte ich Teneriffa nach einem echten Horrortag doch noch genießen.

Meine Rechte als Fluggast

Gut erholt und gebräunt wieder in Deutschland angekommen, machte ich die Entschädigung bei der Fluggesellschaft geltend. Hierbei sind einige wenige Hinweise zu beachten, ob die Situation zur Entschädigung berechtigt oder nicht:

  • Die Ankunftszeit muss mindestens 3 Stunden später als geplant erfolgt sein.
  • Man selbst war pünktlich am Flughafen beim Check-In.
  • Die Verspätung erfolgte nicht aufgrund außergewöhnlicher Umstände wie Streiks, Sperrung des Flugraumes oder starke Unwetter.
  • Es handelt sich um einen Flug, der in der EU gestartet ist.

Positiver Abschluss meiner Reise

Ganze 400 EUR standen mir aufgrund der Verspätung zu. Eine Summe, die sofort in die Spardose für den nächsten Urlaub ging. Da ich nun über all meine Rechte genau Bescheid weiß, kann ich ab sofort immer das Beste aus negativen Situationen machen. Die nächste Reise verläuft hoffentlich trotzdem gleich von Beginn an problemfrei.

Titelbild: ©iStock – phive2015

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Sebastian Höhn

Sebastian Höhn ist 23 Jahre alt und studiert Multimedia-Marketing an der FH Schmalkalden. So oft es sein Geldbeutel zulässt, versucht er fremde Länder zu bereisen und neue Abenteuer zu erleben. Er liebt es spontan mit dem Auto durch ein unbekanntes Land zu fahren und seinen Urlaub flexibel zu gestalten.